Dokumente Rahmennutzungsplanung zur Abstimmung vom 27. September 2026

Ablauf Ortsplanungsrevision

  • Der Gemeinderat hat an seiner Sitzung vom 27. Januar 2025 die Rahmennutzungsplanung «Baureglement, Zonenplan Talgebiet Mst. 1:5ˈ000 und Zonenplan Berggebiet Mst. 1:5ˈ000» erlassen. Während der koordinierten öffentlichen Auflage gingen zehn Einsprachen ein. Das Resultat der Planauflage wurde intensiv beurteilt und veranlasst den Gemeinderat an seiner Sitzung vom 12. Januar 2026 die Änderungsauflage «Zonenplan Talgebiet» Mst. 1:1000 zu erlassen. Während der Änderungsauflage gingen keine weiteren Einsprachen ein. Nach dem Rückzug von vier Einsprachen lagen noch sechs Einsprachen vor. Am 9. März 2026 hat der Gemeinderat über die Einsprachen entschieden.

    Die Rahmennutzungsplanung «Baureglement, Zonenplan Talgebiet Mst. 1:5ˈ000 und Zonenplan Berggebiet Mst. 1:5ˈ000» vom 27. Januar 2025 sowie die Änderungsauflage des Zonenplans Mst. 1:1’000 vom 12. Januar 2026 werden nun dem fakultativen Referendum unterstellt.
     
  • Die Referendumsfrist ist am 15. April 2026 abgelaufen. Das Referendum ist ergriffen worden.
     
  • Die Prüfung des Referendumsbegehren hat ergeben, dass die eingereichten Unterschriften gültig sind. Für das formelle Zustandekommen sind 150 gültige Unterschriften erforderlich. Der Gemeinderat stellt fest, dass das Referendumsbegehren zustande gekommen ist.
     
  • Die Urnenabstimmung findet am 27. September 2026 statt.
     
  • Im W&O vom Freitag, 24. April 2026, wurde wie folgt informiert:

    "Das Referendum gegen die Rahmennutzungsplanung ist zustande gekommen. Die Abstimmung ist auf den 27. September angesetzt.

    Das Referendum gegen den Gemeinderatsbeschluss vom 27. Januar 2025 sowie 12. Januar 2026 betreffend Rahmennutzungsplanung mit Baureglement sowie Zonenplänen ist zustande gekommen. Dies teilt der Gemeinderat in seiner aktuellen Medienmitteilung mit. Die fristgerecht eingereichten Unterschriften wurden durch die zuständigen Stellen geprüft. Dabei habe sich gezeigt, dass die erforderliche Anzahl von 150 gültigen Unterschriften erreicht wurde. Somit müssen die Seveler Stimmbürgerinnen und Stimmbürger über die Ortsplanung an der Urne entscheiden. Der Abstimmungstermin wurde auf den 27. September 2026 festgelegt.

    Mehrjährige Mitwirkungsmöglichkeiten
    Die vorliegende Rahmennutzungsplanung ist das Resultat eines mehrjährigen Planungsprozesses mit mehreren Informationsanlässen und Mitwirkungsrunden für Interessengruppen sowie die Bevölkerung, argumentiert die Gemeinde für ihre Vorlage. Ziel sei es gewesen, gemeinsam mit der Bevölkerung die bauliche und räumliche Entwicklung der Gemeinde Sevelen an die heutigen gesetzlichen Anforderungen anzupassen und gleichzeitig eine nachhaltige, geordnete und zukunftsgerichtete Entwicklung sicherzustellen.

    Dass nun das Referendum ergriffen wurde, mag deshalb überraschen. Denn die Planung wurde öffentlich aufgelegt und im Rahmen des gesetzlich vorgesehenen Verfahrens konnten Einsprachen eingereicht werden. Die eingegangenen Rückmeldungen wurden laut Gemeinderat sorgfältig geprüft und hätten teilweise zu Anpassungen der Vorlage geführt.

    Nach Abschluss dieses Verfahrens entschied der Gemeinderat über die sechs verbleibenden Einsprachen und verabschiedete schliesslich die Rahmennutzungsplanung, die nun im September zum Referendum steht.

    Laut Gemeinde eine ausgewogene Lösung
    Die nun zur Abstimmung gelangende Vorlage berücksichtigt aus Sicht des Gemeinderats die unterschiedlichen Anliegen innerhalb der Gemeinde und sucht einen ausgewogenen Ausgleich zwischen verschiedenen legitimen Interessen, welche in den Mitwirkungsprozessen geäussert wurden.

    «Die vorliegenden Planungsinstrumente schaffen verlässliche Rahmenbedingungen für Wohnen, Gewerbe, Infrastruktur sowie den sorgfältigen Umgang mit Landschafts- und Siedlungsräumen», schreibt der Gemeinderat. Er sei überzeugt, dass die Vorlage die Gesamtinteressen der Bevölkerung in den Mittelpunkt stellt und zur nachhaltigen Entwicklung der Gemeinde beiträgt. Letztlich gehe es darum, verlässliche Rahmenbedingungen zu schaffen, damit Eigentümer, Familien und Gewerbe Klarheit und eine Planungssicherheit erhalten.

    Zusatzschlaufe im demokratischen Verfahren
    Mit dem Zustandekommen des Referendums wird nun ein zentrales Instrument der direkten Demokratie angewendet. Inhaltlich liegt die Rahmennutzungsplanung bereits vor. Die Abstimmung stellt somit eine zusätzliche demokratische Entscheidungsschlaufe dar, in der die Stimmberechtigten abschliessend über die erarbeitete Vorlage befinden.

    Der Gemeinderat respektiert diesen Entscheidungsweg nach eigenen Angaben ausdrücklich und sieht darin die Chance, die Bevölkerung direkt über die Zukunft der räumlichen Entwicklung Sevelens entscheiden zu lassen. Die Rahmennutzungsplanung bilde schliesslich eine wichtige Grundlage für die zukünftige Entwicklung der Gemeinde, unterstreicht der Gemeinderat abschliessend."
     
  • Im W&O vom Freitag, 26. Juni 2026, wurde wie folgt informiert:

    "Sevelen stimmt über Ortsplanung ab

    Im Vorfeld der Volksabstimmung über die neue Rahmennutzungsplanung lädt die Gemeinde Sevelen die Bevölkerung zu einem öffentlichen Informationsanlass ein. Dieser bietet Gelegenheit, offene Fragen zu klären und sich vertieft über die Vorlage zu informieren.

    Sevelen. – Am Sonntag, 27. September 2026, entscheiden die Stimmberechtigten der Gemeinde Sevelen über die neue Rahmennutzungsplanung mit Baureglement sowie den Zonenplänen für das Tal- und Berggebiet. Die Überarbeitung der Ortsplanung wurde notwendig, nachdem die Schweizer Stimmbevölkerung im Jahr 2013 die Revision des Raumplanungsgesetzes angenommen hatte und im Kanton St. Gallen 2017 das neue Planungs- und Baugesetz in Kraft trat. Die Gemeinden sind nun verpflichtet, ihre Planungsinstrumente an die neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen anzupassen.

    Bevölkerung miteinbezogen
    Die vorliegende Rahmennutzungsplanung ist das Ergebnis eines mehrjährigen Planungsprozesses. Im Rahmen von öffentlichen Mitwirkungsverfahren wurde die Bevölkerung frühzeitig einbezogen und hatte Gelegenheit, Anregungen und Anliegen einzubringen. Die eingegangenen Rückmeldungen wurden sorgfältig geprüft und führten teilweise zu Anpassungen der Vorlage. Ziel der neuen Rahmennutzungsplanung ist es, Sevelen mit Augenmass weiterzuentwickeln und gleichzeitig die Qualitäten des Dorfes zu bewahren. Die Vorlage schafft zeitgemässe Grundlagen für die räumliche Entwicklung der Gemeinde, sorgt für Planungssicherheit für Bevölkerung, Grundeigentümer und Gewerbe und berücksichtigt die unterschiedlichen Interessen innerhalb der Gemeinde. Gleichzeitig soll sie dazu beitragen, notwendige Entwicklungen zu ermöglichen und planerischen Stillstand zu vermeiden. Gegen die Rahmennutzungsplanung wurde das fakultative Referendum ergriffen. Da die erforderliche Anzahl gültiger Unterschriften eingereicht wurde, kommt die Vorlage nun zur Volksabstimmung. Damit erhalten die Stimmberechtigten die Möglichkeit, direkt über die zukünftige räumliche Entwicklung der Gemeinde Sevelen zu entscheiden.

    Offene Fragen klären
    Der öffentliche Informationsanlass findet am Dienstag, 1. September 2026, um 19 Uhr im Gemeindesaal Drei Könige in Sevelen statt. Der Gemeinderat wird die Vorlage vorstellen, die wichtigsten Inhalte erläutern und für Fragen aus der Bevölkerung zur Verfügung stehen. Mit dem Anlass soll der Bevölkerung die Möglichkeit gegeben werden, sich umfassend über die Hintergründe der Ortsplanungsrevision zu informieren. Dabei wird aufgezeigt, weshalb die Anpassung der Rahmennutzungsplanung notwendig wurde, welche Ziele damit verfolgt werden und welche Entwicklungsmöglichkeiten sowie Rahmenbedingungen sich daraus ergeben. Wer sich bereits vor dem Informationsanlass vertieft mit der Vorlage auseinandersetzen oder individuelle Fragen klären möchte, kann sich jederzeit an die Bauverwaltung wenden. Gerne werden persönliche Gesprächstermine vereinbart. Die Bauverwaltung ist unter der Telefonnummer 081 750 11 32 oder per E-Mail an bauamt@sevelen.ch erreichbar."

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