Werdenberger Namenbuch Neuer Monat - Neuer Name

4. Mai 2026

Liebe Freunde der Werdenberger Namenlandschaft,

Wir kommen zum 86. Fall in unserer seit über sieben Jahren ununterbrochen laufenden monatlichen Serie.

Grib heisst ein grosser Dorfteil am südöstlichen Dorfrand von Sevelen, östlich der Histengass, zwischen Fälsli und Grüel. Das flache, weitgehend überbaute Gebiet erstreckt sich von Herrenberg und Baggastiel südwärts bis zum Talhügelchen Jochemsbüel.

Grib ist die jüngere, heute gebräuchliche Kurzform eines vormals längeren Gebildes: Älter, das heisst, seit Beginn der Überlieferung im Jahr 1597, kreisen die Schreibungen des Geländenamens um eine Sprechform Inagrib. So, und teils auch (N)agrib, hiess der Ort seit Jahrhunderten - erst im Helvetischen Kataster von 1801 taucht dann das gekürzte Grib auf.

Die Form Grib stellt uns vor folgende Fragen: Wie wurde der Name bei den älteren Autoren gedeutet? Wie verhält sich die heutige Kurzform zu älterem Inagrib? Wie ist letztere Form zusammengesetzt? Aus welcher Sprache kommt der Name und was bedeutet er? Worauf weist er also im Gelände hin?

Die Antworten auf diese Fragen finden sich ab heute in unserer Webseite www.werdenberger-namenbuch.chExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet. (auf der Startseite unten).

Wir wissen es: Namenforschung ist Sprach- und Mundartforschung, sie rekonstruiert ältere Sprachstufen und gibt dunklen Formen ihre vergessene Bedeutung zurück. Namenforschung ist daher auch Lebensraumforschung, Kultur- und Sachforschung.