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Gemeinden unterstützen die Bekämpfung von Neophyten

Donnerstag, 26.08.2021

Am Werdenberger Pflanzentag können Neophyten gegen einheimische Sträucher eingetauscht werden.

Nach einem verregneten Mai explodierten nun im Juni in den Gärten förmlich die Farben. Überall blüht es, und Insekten sind auf der Suche nach Nektar. Was für das menschliche Auge attraktiv ist, kann im Falle von Gartenpflanzen manchmal aber für die Natur wenig Gewinn oder gar Schaden bedeuten. So sind gefüllte Blüten aus Sicht von bestäubenden Schmetterlingen und Wildbienen wertlos. Auch bieten die meisten fremdländischen Gartenpflanzen kaum Nahrung für den Insektennachwuchs. Dazu kommt, dass einige wenige dieser Gäste einen unbändigen Ausbreitungstrieb aufgrund mangelnder Fressfeinde haben. Sommerflieder, Kirschlorbeer und Essigbaum gehören dazu: In vielen Gärten blühen diese nichteinheimischen Pflanzen. Hübsch anzusehen sind sie allemal. Sicher ist aber auch, dass alle drei als invasive Pflanzen unsere Natur bedrohen. Denn diese Arten machen vor Gartenzäunen nicht Halt – sie wildern aus und bilden oft grosse Flächen, auf denen nichts anderes mehr gedeihen kann.

Um diese Pflanzen einzudämmen, organisieren die Gemeinden Wartau, Sevelen, Grabs, Gams sowie Sennwald und die Stadt Buchs am Pflanzentag 2021 eine Tauschaktion. Dabei können invasive, also sich übermässig ausbreitende, Neophyten gegen einheimische Sträucher eingetauscht werden. Aus einer zusammen mit Fachleuten erstellten Liste können (nach Gusto, Bodenbeschaffenheit und Lichtverhältnissen des Gartens/Balkons) geeignete einheimische Sträucher ausgewählt und bestellt werden. Wer keine Neophyten im Garten hat, kann dennoch profitieren: Einheimischen Pflanzen können im Rahmen dieser Aktion auch unabhängig von einem Eintausch kostengünstig bezogen werden.

Am 30. Oktober 2021 können Einwohnerinnen und Einwohner der oben genannten Gemeinden erstmals eine Auswahl von Neophyten gegen einheimische Sträucher tauschen. Dabei erhält man nach Vorbestellung für jeden Sommerflieder, Kirschlorbeer oder Essigbaum aus dem eigenen Garten (wenn möglich mit Wurzeln) einen wertvollen einheimischen Ersatz. Die invasiven Neophyten müssen in der Kehrichtverbrennung entsorgt werden, um ihre Verbreitung über den Kompost zu verhindern; diese Kosten werden von den Gemeinden übernommen. Alle weiteren Details dazu finden Sie im Veranstaltungskalender.

Mit der Wahl einheimischer Pflanzen für Garten oder Balkon können alle Personen die Artenvielfalt fördern. Jede Wildpflanze bietet Nahrung für bestimmte Tierarten und lockt diese an. Mit anderen Worten: Je mehr verschiedene einheimische Pflanzen im Garten gedeihen, desto grösser ist auch die Vielfalt an Tieren.

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