Sevelen - lebendig, offen, mittendrin

Information Tempo-30-Zone (Grüel-Grib-Gärtli), Sevelen

Montag, 08.03.2021

Die Politische Gemeinde Sevelen plant, in den Wohnquartieren möglichst flächendeckend Tempo-30-Zonen einzurichten.

Als erste definitive Tempo-30-Zone wurde das Gebiet Grüel-Grib-Gärtli (Zone 2) ausgearbeitet. Es umfasst die Quartiere zwischen den Hauptstrassenachsen „Büeli-Histengass“ und der „Bahnhofstrasse“. Auf einzelnen Gemeindestrassen bestehen bereits seit Jahren einige „Freiwillig Tempo 30“-Bereiche. Dennoch sind definitive Tempo-30-Zonen ein Bedürfnis vieler Quartierbewohner. Sevelen verfügt über viele Quartierstrassen, welche teilweise auch als Schleichwege durch den Durchgangsverkehr ausgenutzt werden. Dies führt mancherorts zu überhöhter Geschwindigkeit, zusätzlichem Verkehr und Lärm in den Wohnquartieren (Wohnqualität). Folglich auch zur Verminderung der Verkehrssicherheit.

Mit dem Einrichten von 30-er Zonen soll die Fahrgeschwindigkeit gesenkt und damit das Nebeneinander der verschiedenen Verkehrsteilnehmer verbessert werden.

Für die Umsetzung von Tempo-30-Zonen werden seitens kantonaler Behörden diverse bauliche und rechtliche Massnahmen vorgeschrieben.

Die Original-Planunterlagen der Tempo-30-Zone, Grüel-Grib-Gärtli, können unter Voranmeldung bei der Bauverwaltung Sevelen eingesehen werden.


Geforderte Massnahmen:

Ein- und Ausgansportale

Jede Tempo-30-Zone benötigt Ein- resp. Ausgangsportale bei den Strassen, welche in oder aus der Zone führen. Sie signalisieren dem Verkehrsteilnehmer unmissverständlich, wann er in eine 30-er Zone einfährt und wann er sie wieder verlässt.

(

 Beispielfoto „Eingangsportal“

 

Seitliche Strasseneinengungen

Mittels seitlichen baulichen Strasseneinengungen, optimal in Wechselwirkung zueinander gestellt, wird der Verkehrsteilnehmer zu angemessenem Fahrtempo „gezwungen“. Die Einengungen müssen gewisse verkehrssicherheitstechnische Aspekte erfüllen (weisse Abweislinien, Markierpfosten, etc.).

Die Politische Gemeinde hat sich für Einengungen mit extensiver Begrünung entschieden.

Beispielfoto „Montage“

Wo topographische Verhältnisse eine Einengung nicht zulassen (Freihalten Ein- und Ausfahrten zu Liegenschaften, Parkplätze, etc.), können auch mittels seitlichen breiten Markierstreifen optische Einengungen geschaffen werden.

Auch markierte Parkfelder können zu einer Temporeduktion beitragen, dies jedoch nur, wenn die Parkfelder auch belegt werden (Parkbegehren muss vorhanden sein).

 

Bodenmarkierungen

In den Zonen wird durch wiederholende Bodenmarkierungen „30“ fortlaufend auf das aktuelle Tempolimit aufmerksam gemacht. Grundsätzlich gibt es innerhalb der 30-er Zonen keine vortrittsberechtigten Strassen (gilt für klassierte Strassen). Es gilt immer die Rechtsvortrittsregelung. Diese wird mittels unterbrochener weisser Leitlinie in den Kreuzungen und Knotenpunkten angezeigt. Nicht klassierte Strassen, Hofzufahrten, Hofeinfahrten etc., haben weiterhin keine Vortrittsberechtigung.

Innerhalb von Tempo-30-Zonen gibt es keine Fussgängerstreifen.

  

Sichtzonen (Sichtdistanzen) in Strassenkreuzungen, -knotenpunkten

Bei den Strassenkreuzungen, -knotenpunkten sind Sichtzonen für eine permanente Rechtsvortrittsregelung einzuhalten. Diese werden verfügt und grundbuchamtlich eingetragen. Sie reichen ab 0.60 bis in eine Höhe von 3.00 Meter ab Strassenterrain.

Sind die vorgeschriebenen Sichtzonen nicht gegeben, müssen sie entsprechend umgesetzt werden.

Innerhalb dieser Zonen gelten grundsätzlich jegliche Bauten und Anlagen (auch Bepflanzungen) als rechtswidrig.

Eine Ausnahme bilden standortgebundene Objekte wie beispielsweise Beschilderungen, Kandelaber (Strassenbeleuchtungen) und Einfriedungen von hoher Durchsichtigkeit (z.B. Maschendrahtzaun, grobmaschig).

 

Bei allfälligen Fragen wenden Sie sich bitte direkt an die Bauverwaltung Sevelen. Direktnummer 081 750 11 43 (M. Ackermann) / E-Mail: m.ackermann@sevelen.ch

Massnahmenplan Tempo 30 Zone 

‹ zur Liste