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Standortmarketing stärken, Leuchtturmprojekte fördern

Freitag, 24.05.2019

Die Region Sarganserland-Werdenberg (RSW) präsentierte im Rahmen der Delegiertenversammlung vom 5. April den aktuellen Stand des laufenden Strategieprozesses. Derzeit werden zwei sich ergänzende Handlungsschwerpunkte gemeinsam mit Partnern vorangetrieben.

Die 14 Präsidenten der Mitgliedsgemeinden setzten sich in neuer Zusammensetzung zum Ziel, sich gemeinsam mit der Organisation sowie der Zukunft und Entwicklung der Region Sarganserland-Werdenberg zu befassen. Einigkeit herrschte nach ersten Strategietreffen, dass Themen zukünftig vermehrt gemeindeübergreifend und somit regional bearbeitet werden müssen. Um in vernetzten Bereichen wie Raumplanung oder öffentlicher Verkehr Ziele erfolgreich zu erreichen, ist ein geschlossenes und gemeinsames Auftreten als starke Region unerlässlich. Umso wichtiger ist es, auf einer stabilen Vertrauensbasis aufzubauen sowie in der Region gut vernetzt und mit weiteren Partnern gemeinsam an wichtigen Themen arbeiten zu können.

Vernetzungsprozesse tragen Früchte

Neben der Weiterführung der bestehenden Schwerpunktthemen wurden in den letzten Monaten gezielt konkrete Massnahmen eingeleitet, um sich in der Region mit anderen wichtigen Stakeholdern besser zu vernetzen. Hiermit soll einerseits eine Stärkung der Identifikation mit der Region Sarganserland-Werdenberg weiter entwickelt, andererseits die Strahlkraft der Region nach aussen erhöht werden.

Gemeinsam mit dem Arbeitgeberverband lancierte die Region Sarganserland-Werdenberg die Arbeitsgruppe „Standortmarketing“. Vorausgegangen waren RSW-Überlegungen im Bereich Wirtschaft, die Region als Hot Spot für hochqualifizierte Fachkräfte im „High-Tech“-Umfeld besser zu positionieren. Diese Bestrebungen deckten sich mit den Absichten des Arbeitgeberverbandes, die sich zeitgleich mit der Herausforderung „Fachkräftemangel“ beschäftigten. Weiters an der aktiven Gruppe beteiligen sich die Talgemeinschaft Sarganserland-Walensee sowie die Werdenberger Wirtschafts-Organisation WWO als Vereinigung der kommunalen Gewerbe- und Industrievereine.

In der Region Sarganserland-Werdenberg werden hochstehende Arbeitsplätze angeboten, wobei es ebenso gilt, die Qualitäten des Lebens-, Wohn-, Freizeit-, Bildungs- oder Kulturraums zu positionieren und zu bewerben. Verschiedene Institutionen im funktionalen Raum wirken und kommunizieren gegen aussen. Was jedoch fehlt, ist eine übergeordnete Informations-Plattform und -Strategie zur gemeinsamen Standortmarketing-Kommunikation.

Geplant wird gemäss Übereinkunft der Arbeitsgruppe, eine digitale, regionale Online-Plattform – unter Einbezug von bestehenden Partnern – aufzubauen. Die aktuelle Website der Region Sarganserland-Werdenberg unter www.sarganserland-werdenberg.ch wird zukünftig durch eine übergeordnete Homepage ersetzt. Der Fokus des neuen Auftrittes soll auf der Standortmarketing-Kommunikation mit aktuellen und für die Bevölkerung oder Interessierte nützlichen Informationen und Links aus Bereichen wie Wirtschaft, Bildung, Leben, Wohnen oder Freizeit liegen.

Zukunfts-Workshop für strahlende Leuchtturm-Projekte

Eine weitere RSW-Arbeitsgruppe arbeitet im Jahr 2019 mit dem Institut für Innovation, Design und Engineering der Fachhochschule FHS St.Gallen zusammen. Mittels eines Workshops und unkonventionellen Lösungsansätzen wird versucht, innovative Zukunfts-Ideen und -Projekte für die Region Sarganserland-Werdenberg zu finden. Hierzu organisiert die RSW im Juni eine tägige Zukunfts-Veranstaltung in Bad Ragaz, wozu die Bevölkerung eingeladen wird.

Eine breit abgestützte Gruppe von Bewohnerinnen und Bewohnern aus den Mitgliedsgemeinden soll sich kreativ mit möglichen Bedürfnissen der Region auseinandersetzen. Gemäss in der Praxis vielfach bewährtem Ansatz werden sie „mit den Händen denken, mit dem Kopf arbeiten sowie mit dem Bauch entscheiden“. Ziel des Prozesses ist es, bis Ende des Jahres realistische und konkrete Massnahmen mit inner- und überregionaler Strahlkraft zu erarbeiten. Ebenso sollen die Identität der RSW gestärkt, sowie die Bekanntheit und eine positive Wahrnehmung der Region gefördert werden. Der öffentliche Aufruf für die Suche von Workshop-Teilnehmenden startet Anfang Mai.

Regionale Zusammenarbeit wird wichtiger

Die Region Sarganserland-Werdenberg (RSW) vereint seit 2009 die 14 Gemeinden zwischen Sennwald und Quarten. In Ergänzung zu den definierten Fachgruppen Raumplanung, Verkehr sowie Bildung bearbeitet der RSW-Vorstand weitere Bereiche in unterschiedlichen Gefässen. Zu den ständigen Aufgaben gehört die Pflege von Aussenbeziehungen über Gremien und Projekte. Auf Ebene „Region“ zuhanden der Räte aufbereitete Entscheidgrundlagen sind von strategischer Bedeutung. Die RSW will in Themen mit übergeordnetem Handlungs- und Koordinationsbedarf zwischen Gemeinden und Kanton aktiv sein.

 

René Lenherr-Fend

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