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Rückblick auf Informationsveranstaltung vom 19. Juni 2018

Donnerstag, 21.06.2018

Seveler Räume (aktiv) gestalten Der Gemeinderat Sevelen nutzte den Informationsanlass vom 19. Juni, um über aktuelle Projekte zu berichten. Im Zentrum standen die Ausführungen zum Raum- und Ortsplanungsprozess.

Gemeindepräsident Roland Ledergeber bezog sich auf das 2017 verabschiedete Leitbild der Gemeinde Sevelen und verwies auf einen der Schwerpunkte der Legislaturperiode. Unter „Raumkonzept“ sollen Räume zielorientiert und aktiv gestaltet werden. Die gegenwärtig erforderlichen Anpassungen des Raumplanungsgesetzes werden als Chance verstanden. Möglichkeiten für eine positive Entwicklung der Gemeinde sollen erkannt und genutzt werden.

Raumplanung im Wandel

Schweizerinnen und Schweizer wünschen sich einen sorgfältigeren Umgang mit der Natur und dem Kulturland. Dies zeigte sich im Frühjahr 2013 in der Volksabstimmung zum neuen Raumplanungsgesetz, das mit grosser Mehrheit angenommen wurde. Ziel und Zweck der Anpassung ist es, zu grosse Bauzonen zu verkleinern und die Zersiedelung in der Schweiz zu bremsen. Bauland soll zukünftig effizienter genutzt werden. Die konkrete Umsetzung des neuen Raumplanungsgesetzes ist jedoch Sache der Kantone.

Der Kanton St.Gallen befindet sich folglich in der Gesamtüberarbeitung des behördenverbindlichen Richtplans. Im Oktober 2017 trat zudem das neue kantonale Planungs- und Baugesetz (PBG) in Kraft. Dies bedingt, dass die kommunalen Baureglemente und Zonenpläne während einer Übergangsfrist zwingend anzupassen sind. Bis zum Vorliegen einer rechtskräftigen Zonenplanung gilt nebst den direkt anwendbaren Bestimmungen des neuen Planungs- und Baugesetzes weiterhin das bestehende kommunale Baureglement.

Revision Ortsplanung Sevelen

Um ein kommunales Baureglement erlassen zu können, müssen Gemeinden ihre Richtplanung überarbeiten und die Zonenplanung einer Totalrevision unterziehen. Die Gemeinde Sevelen startete aus diesem Grund einen mehrschichtigen Prozess zur Ortsplanung. Basierend auf einem Raumkonzept erarbeitete eine Strategiegruppe unter Einbezug des Gemeinderates den behördenverbindlichen Richtplan, der ein zukünftiges Steuerungsinstrument darstellt sowie die Entwicklung von Sevelen ermöglicht und leitet.

Im Seveler Richtplan werden neu zehn Gebiete – wie beispielsweise Kerngebiet, Wohngebiet, Landwirtschaftsgebiet oder Freihaltegebiet – und deren Nutzungen bestimmt. Ebenso macht das Dokument Aussagen zu den Bereichen Gestaltung, Infrastruktur und Ausstattung sowie Umwelt und Schutz. Auf diesen Festlegungen aufbauend folgen der Zonenplan sowie ein Baureglement mit definierten Regelungen für jede Zone. Diese Instrumente werden im Nachgang zur Erarbeitung des kommunalen Richtplans 2018 angegangen. Erste Entwürfe zum Zonenplan und Baureglement sollen Ende 2018 vorliegen.

Roland Ledergerber zeigte den aktuellen Stand der Richtplan-Diskussion mit Auszügen und Beispielen auf. Ziel ist es, zügig einen rechtsgültigen Zustand zu erreichen, der die Planungssicherheit für Grundeigentümer, Bevölkerung und Behörden in der neuen, veränderten Rechtsgrundlage garantiert.

Die Seveler Bevölkerung ist eingeladen, sich bis 10. August zu den Entwürfen des Richtplans sowie der Richtplankarte zu äussern. Die Dokumente sind ab Ende Juni online unter www.sevelen.ch verfügbar oder bei der Kanzlei Sevelen beziehbar.

Weitere Informationen aus der Gemeinde

Gemeinderätin Claudia Billet berichtete über den Planungsstand und die erfreulichen Fortschritte beim Projekt Betagtenheim Büelriet. Der Gemeinderat Sevelen plant, im Frühjahr 2019 die Vorlage zum Bauprojekt Büelriet der Bürgerschaft zu unterbreiten. Abschliessend konnte die Bevölkerung drei Ideenskizzen zum Areal Drei Könige begutachten und bewerten. Anian Vogel, Gemeinderat, leitete durch die emotional geprägte Diskussion zum zentralen Seveler Areal.

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