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Pilzkontrollstelle - Jahresbericht 2016

Freitag, 27.01.2017


Der Frühling erfreute den Sammler für wenige Tage mit vielen Speisemorcheln. Die Käppchen- und Spitzmorcheln kamen nicht zum Vorschein. Die Pilzsaison verlief dieses Jahr regional sehr verschieden und war mehr schlecht als recht. Viele Pilzarten blieben aus. Am Artenreichsten war das Pilzvorkommen in der subalpin und montan Stufe im Monat Juli und August. Zu gross war die Trockenheit in der Hügel- und Talregion, für ein reiches Pilzaufkommen. Im September und Oktober wurden sehr wenige Steinpilze gefunden. Eierschwämme und Goldgelbe Kraterelle konnten in mittleren Mengen gesammelt werden.

Die Kontrollstelle war vom 12. Juli bis zum 29. Oktober betreut. Die Pilzsammler brachten, mit einer Ausnahme, ihr Sammelgut erfreulicherweise sortiert zur Kontrolle.

Kontrolle

Es wurden insgesamt 102 Kontrollscheine, für 54 kg Pilze, ausgestellt, davon wurden 7 kg Pilze konfisziert. (2015: 85 Kontrollscheine 51 kg, 7 kg konfisziert). In 4 Kontrollen waren tödlich giftige Pilzarten: ein Grüner Knollenblätterpilz, 200g Spitzgebuckelter Raukopf und 250g Giftschirmlinge. In 25 Kontrollen waren weitere ungeniessbare und giftige Pilze wie: ein Pantherpilz,100g Gift-Trichterlinge, 800g Grünblättrige Schwefelköpfe, 70g Karbol-Champignons, 40g Lästiger Ritterling, 1kg Boletus radicans, 500g Haarschleierlinge, 200g Stachelschirmlinge, Dickröhrlinge, Fälblinge, Gallenröhrlinge, Haarschleierlinge, Helmlinge, Kremplinge, Ritterlinge, Rüblinge, Schnecklinge, Milchlinge und Täublinge. Kontrollscheine wurden für die Gemeinden, Buchs (22), Grabs (25), Gams (11), Sax (5), Salez (2), Sennwald (10), Lienz, (1) Sevelen (21), Azmoos (3), Trübbach (1), Fürstentum Liechtenstein: Schaan (1), ausgestellt.

Pilzvergiftungen
Drei verschiedene Abklärungen:
1. Für das Spital in Wil, war eine mikroskopische Abklärung der Pilzart bei einem
    Pilzvergiftungsfall   erforderlich.
2. Ein Kleinkind hatte von Pilzen im Garten gekostet. Dabei handelte es sich glück-
    licherweise um ungeniessbare, harmlose Conocybe albipes.
3. Durchfall nach einer Hallimasch-Mahlzeit. Die Ursache war die falsche Zubereitung.

    Hallimasch-Pilze sind bedingt essbar da sie unverträgliche Magen-Darm-Reizsstoffe
    enthalten, deswegen müssen die Pilze 10 Min. in Wasser kochen, anschliessend das
    Wasser wegschütten und danach noch 30 Minuten fertig kochen.

Kontakt Pilzsammelstelle
Pilzkontrollstelle, Stüdtlimühle, Unterstüdlistrasse 15, Buchs: Ausserhalb der Pilzsaison Tel. 081 785 19 12, Notta Tischhauser, Guschastrasse 110, Sevelen oder Tel. 081 785 22 00, Annemarie Schibli, Grüel 24, Sevelen; Öffnungszeiten sind während der Pilzsaison jeweils am Dienstag und Donnerstag von 18.00 bis 18.30 Uhr sowie am Samstag von 18.00 bis 19.00 Uhr.
Während der Schonzeit vom 1. bis und mit 10. jedes Monats ist die Kontrollstelle geschlossen. Die Sammelzeiten beschränken sich von 8.00 bis 20.00 Uhr. Men-genbeschränkungen: 2 kg pro Person und Tag.

Gemeinderatsverhandlungen vom 23.01.2017


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