Sevelen - angenehm anders

Workshop zum Leitbild 2013 bis 2016 vom 31. Januar 2013

Donnerstag, 21.02.2013


Zehn Bürgerinnen und Bürger folgten dem Aufruf des Gemeinderats, an der Aktualisierung des Leitbilds für die eben begonnene Amtsperiode mitzuarbeiten. Unter der Moderation von Peter Reinmann wurde von 19.00 bis 22.00 Uhr intensiv gearbeitet, studiert, diskutiert und ab und zu war auch Zeit für einen kleinen Scherz.

Unterschiedlichste Auffassungen trafen im friedlichen Gespräch aufeinander und es wurde offensichtlich, dass es nicht einfach ist, ein Leitbild anzupassen und daraus konkrete Schritte abzuleiten. Die Teilnehmenden erkannten, wie heterogen die Vorstellungen sind und wie schwierig es ist, konkrete Ziele und Massnahmen zu formulieren. Was für die Einen wichtig ist, ist für Andere praktisch bedeutungslos. Unter diesen Voraussetzungen kommt es beinahe der Quadratur des Kreises gleich, Ziele und Massnahmen zu definieren, die von allen gemeinsam getragen werden. Deshalb sind Kompromisse und Zugeständnisse in alle Richtungen zu Gunsten aller Beteiligten nötig.

Aus den von den Teilnehmenden eingebrachten Themen wurden schliesslich folgende Schwerpunkte für die Weiterbearbeitung an den Gemeinderat ausgewählt:

  • Leben und Wohnen im Alter (Betreutes Wohnen)
  • Gemeindeentwicklung (Bau- und Zonenplanung)
  • Finanzen (ausgeglichene Finanzen)
  • Vorbild im Energiebereich (Effizienz, Alternativenergie)

Wie bereits erwähnt, bestand die Herausforderung für die Arbeitsgruppe darin, aus diesen Themen konkrete Ziele und Massnahmen abzuleiten. Aus einem grossen Sammelsurium präsentiert sich eine Auswahl wie folgt:

  • Begriff „gesunde Finanzen“ definieren
  • Benchmark erstellen
  • Projekt „Wohnen im Alter“ verwirklichen
  • „Fitteste“ Gemeinde in der Schweiz sein
  • Baureglement anpassen
  • Zielgerichteten Zonenplan erarbeiten
  • Energiekonzept entwickeln
  • regionale Zusammenarbeit fördern

Die Teilnehmenden waren sich einig, dass auch jeder Einzelne etwas tun könnte. Dazu die folgenden ausgewählten Aussagen:

  • Energie sparen
  • Gebäude sanieren
  • Kein Bauland horten
  • Landpreise nicht in die Höhe treiben
  • Obstbäume pflanzen
  • Investoren suchen
  • Sich bei Bedarf unterstützend zur Verfügung stellen
  • Eigenverantwortung wahrnehmen
  • Nicht immer den Staat zuerst um Hilfe fragen
  • Steuern fristgerecht bezahlen

Der Gemeinderat dankt den Teilnehmenden für den Einsatz zu Gunsten der Gemeinde. Es liegt jetzt an ihm selber, das Machbare zu erkennen, Ziele dafür zu formulieren und reali-sierbare Massnahmen umzusetzen. Dass das ein schwieriges Unterfangen ist, formulierte ein Teilnehmer am Workshop selber so: «Bin ich froh, dass ich nicht selber entscheiden muss, was ich damit machen soll».

Roland Ledergerber, Gemeindepräsident



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