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Buchs, Grabs und Sevelen prüfen die Gründung eines gemeinsamen Versorgungsunternehmens

Samstag, 03.11.2012


Die Gemeinden Buchs, Grabs und Sevelen wollen den steigenden Anforderungen bei der Umsetzung des Stromversorgungsgesetzes mit der Zusammenlegung von Aufgaben begegnen. Zur Prüfung der Umsetzbarkeit wurde ein Projekt gestartet, in dem die Gründung eines gemeinsamen Unternehmens geprüft wird. Diesem sollen konkrete und insbesondere neue Aufgaben übertragen werden, welche künftig von allen Versorgern gemeinsam erfüllt werden können.

Mit der Einführung des Stromversorgungsgesetzes im Jahre 2008 wurde die Elektrizitätsversorgung in zwei Geschäftsfelder Energie und Stromnetz getrennt. Das Stromnetz stellt dabei ein natürliches Monopol dar und ist unter Einhaltung von strikten Vorgaben des eidgenössischen Regulators ElCom zu unterhalten und zu erneuern. Neben der Sicherstellung der Versorgungssicherheit geht es dabei um die Realisierung einer effizienten Stromversorgung zu Gunsten der Kunden. Im Rahmen der Regulierung hat der Druck auf die Energieversorger bereits zugenommen, die Effizienz in der Versorgung zu erhöhen und die Effizienzgewinne den Konsumenten weiterzugeben.

Expertengutachten als Grundlage
Die Gemeinderäte von Buchs, Grabs und Sevelen haben zusammen mit den EW- und Betriebskommissionen beschlossen, Dr. Roger W. Sonderegger aus St. Gallen beizuziehen, um Fragen auf die konkreten Antworten finden. Er ist ein ausgewiesener Experte, der in den letzten 15 Jahren in zahlreichen Kantonen in vielen Versorgungsunternehmen Projekte bereits erfolgreich umgesetzt hat. Er hat die Ausgangslage der drei Werke und die möglichen strategischen Optionen erarbeitet, beurteilt und konkrete Handlungsempfehlungen unterbreitet. Der Bericht wurde den verantwortlichen Personen in den drei Gemeinden unterbreitet und es wurde in der Folge der Beschluss gefasst, die Option „gemeinsames Unternehmen“ vertieft analysieren zu lassen.

Einem gemeinsamen Unternehmen Aufgaben übertragen
Es wurden insgesamt sechs Optionen vertieft untersucht, wobei die Variante „gemeinsames Unternehmen zusätzlich zu den heutigen EWs“ die Unterstützung von allen drei Gemeinden gefunden hat. Es basiert auf der Erkenntnis, dass die zweite Phase der Strommarktliberalisierung neue Aufgaben verursachen wird, welche von allen drei Werken zu erfüllen sind. Anstelle der Problemlösung einzeln in allen drei Werken sollen gewisse Aufgaben künftig miteinander in einem gemeinsamen Unternehmen angepackt werden. Die Mitglieder der EW- und Betriebskommissionen entwickelten zusammen mit den Gemeinderäten und den operativ verantwortlichen Personen weitere Ideen, welche im weiteren Projektverlauf vertieft abgeklärt werden.

Schon im heutigen Zeitpunkt ist klar, dass dieses Projekt vor allem darauf ausgerichtet ist, die künftigen Anforderungen in der richtigen Qualität zu erfüllen. Effizienzsteigerung steht deshalb nicht im Zentrum und alle Mitarbeitenden der drei Werke werden auch künftig eine anspruchsvolle Aufgabe und damit einen Job haben.

Die Projektleitung geht davon aus, dass voraussichtlich gegen Ende dieses Jahres weitere Informationen zur Konkretisierung folgen werden.

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