Sevelen - gemeinsam einzigartig.

Tollwutrisiko bei illegal importierten Tieren

Freitag, 05.06.2020

Auch im Jahr 2019 nahm die Zahl der entdeckten illegalen Hundeimporte zu. Waren es 2015 noch 21 Fälle, mussten im vergangenen Jahr bereits 70 bearbeitet werden.

Als Grenzkanton und Importtor aus dem Osten sind wir mit besonders vielen rechtswidrigen Einfuhren konfrontiert. Die Meldungen dazu erhalten wir meist von der Eidgenössischen Zollverwaltung und den praktizierenden Tierärztinnen und Tierärzten. Besonders kritisch sind illegale Importe aus Ländern, in denen die Tollwut noch nicht ausgerottet ist, sogenannten Tollwut-Risikoländern. Die Viruserkrankung kann vom Tier auf den Menschen oder andere Tiere übertragen werden und verläuft nach dem Auftreten der ersten Symptome stets tödlich. Sie ist vor allem in Asien und Afrika immer noch weit verbreitet.

Zu den geographisch näher gelegenen Tollwut Risikoländern gehören Marokko und Tunesien sowie die Türkei, Kosovo, Albanien und Serbien. Wegen der grossen Gefahr für Mensch und Tier müssen illegale Importe aus Tollwut-Risikoländern sorgfältig abgeklärt und geahndet werden. Je nach Fall muss das Tier in sein Herkunftsland zurückgeschafft, in einer mehrmonatigen Quarantäne überwacht oder nicht selten sogar eingeschläfert werden. Personen, die Tiere rechtswidrig importieren, drohen Verfügungen oder Strafanzeigen.

‹ zur Liste