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Pilzkontrollstelle - Jahresbericht 2018

Donnerstag, 17.01.2019


Amtliche Pilzkontrollstelle

Im Frühling war das Vorkommen der Morcheln und Maipilze rar. Die Pilzsaison verlief dieses Jahr regional sehr verschieden. Wegen der extremen Trockenheit waren Pilze in der Hügel- und Talregion kaum zu finden. Anders verlief hingegen das Pilzvorkommen in der subalpin und obermontanen Stufe. In der dritten Augustwoche entwickelte sich in dieser Region ein gewaltiger Steinpilzschub, welcher bis Mitte Oktober anhielt. Mit Ausnahme der Röhrlings-Arten war die Artenvielfallt sehr, sehr gering. Die beliebten Herbsttrompeten und Semmelstoppelpilze waren rar. Zusammenfassend war es ein extrem gutes Steinpilzjahr. Erwähnenswert ist ein Fund im Pizolgebiet von Boletus caucasicus und Boletus queletii im Werdenberg. Beide Pilzarten sind sehr selten und giftverdächtig.

Die Kontrollstelle war vom 11. August bis zum 23. Oktober betreut.

Kontrolle

Es wurden insgesamt 132 Kontrollscheine für 107 kg Pilze ausgestellt, davon wurden 6,2 kg Pilze konfisziert (2017: 135 Kontrollscheine 71 kg, 7 kg konfisziert). Von den Speisepilzen wurden 68 kg Steinpilze, 20,7 kg verschiedene Röhrlinge, und 10,4 kg verschiedene Blätterpilze und Rehpilze gesammelt. In einer Kontrolle war ein tödlich giftiger Grüner Knollenblätterpilz.

In 13 Kontrollen waren weitere ungeniessbare und giftige Pilze wie:

200 g Gallenröhrling, 600 g Boletus radicans, 500 g Schönfussröhrling, 1,2 kg Satanspilz, 450 g Falscher-Satanspilz, 180 g Riesengiftschirmling, 80 g Riesenrötling, 100 g Haarschleierlinge, 100 g Spitzschuppiger Stachelschirmling, 150 g Grünblättriger Schwefelkopf, 100 g Kremplinge, 900 g Bauchwehkoralle, 200 g Leucoagaricus-Arten, Rüblinge, Herbst-Lorchel, Milchlinge, Täublinge und 1,6 kg verdorbene Speisepilze. Kontrollscheine wurden für die Gemeinden, Buchs (60), Grabs (22), Gams (10), Frümsen (5), Sax (6), Salez (1), Haag (1) Sennwald (6), Sevelen (17), Azmoos (2) und Weite (2) ausgestellt.

Pilzvergiftungen

Erfreulicherweise kam es zu keinen Pilzvergiftungen. Allerdings waren zwei Abklärungen erforderlich. Einmal für das Kinderspital St. Gallen, wobei es sich um essbare Lacktrichterlinge handelte sowie für ein Kleinkind im Werdenberg, das von Pilzen im Garten probierte. Glücklicherweise ergab die Abklärung, dass es sich dabei um den essbaren Wiesen-Champignon handelte.

Kontakt Pilzsammelstelle

Pilzkontrollstelle, Stüdtlimühle, Unterstüdlistrasse 15, Buchs. Ausserhalb der Pilzsaison
Tel. 081 785 19 12, Notta Tischhauser, Guschastrasse 110, Sevelen oder
Tel. 081 785 22 00, Annemarie Schibli, Grüel 24, Sevelen.

Öffnungszeiten sind während der Pilzsaison jeweils am Dienstag und Donnerstag von 18:00 bis 18:30 Uhr sowie am Samstag von 18:00 bis 19:00 Uhr. Während der Schonzeit vom 1. bis und mit 10. jedes Monats ist die Kontrollstelle geschlossen. Die Sammelzeiten beschränken sich von 08.00 bis 20.00 Uhr. Mengenbeschränkungen 2 kg pro Person und Tag.

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